Ostern auf dem Laaberer Marktplatz
Zu Ostern wurde der Marktplatz vom Obst- und Gartenbauverein dekoriert. Aufn.: Hans-Jürgen Gibis

07.04.2021
Auch 2021 kein Bürgerfest

Laaber. Der Kultur-, Sport- und Fremdenverkehrsausschuss des Marktes Laaber hat entschieden, was vermutlich ohnehin die meisten erwartet haben: Auch 2021 wird es kein Bürgerfest in gewohnter Form geben. Zumindest für den Adventsmarkt laufen die Planungen an.

Ein persönlicher Bericht von Hans-Jürgen Gibis zur Sitzung des Kultur-, Sport- und Fremdenverkehrsausschusses am 23. März 2021

In der Diskussion wurde schnell klar, dass eine größere Veranstaltung nur möglich wäre, wenn der Zugang kontrolliert und notfalls auch beschränkt werden könnte. Uwe Stöbl regte daher an, auf kleinere Veranstaltungen an verschiedenen Terminen auszuweichen - aber ein Bürgerfest werde das nicht sein. Organisator Ronny Treml von der Verwaltung will mit den Vereinen abklären, ob sie Interesse an kleineren Veranstaltungen hätten und in wie weit der Markt die Vereine bei der Durchführung unterstützen könnte. Das eigentlich für letztes Jahr geplante Mittelalterfest auf der Mühlwiese soll jetzt 2022 stattfinden.

Für den Adventsmarkt hat der Markt bereits im letzten Jahr eine Vereinbarung mit dem Markt Beratzhausen getroffen, wonach man die Hütten aus Beratzhausen ausleihen könne. Mit den üblichen Teilnehmern am Adventsmarkt hat Ronny Treml bereits im letzten Jahr alle technischen Fragen geklärt. Im Herbst soll erneut eine Versammlung mit den Vereinen stattfinden.

Geschirrspülmobil für Veranstaltungen

In diesem Zusammenhang regte Treml auch die Anschaffung eines Geschirrspülmobils an, das bei verschiedenen Veranstaltungen eingesetzt werden könnte. Er erinnerte daran, dass eigentlich mit 60 °C warmen Wasser gespült werden müsse, was die Vereine in der Regel nicht leisten könnten. Außerdem könnte auf diese Art und Weise die Nutzung von Wegwerfgeschirr verhindert werden. Die Anschaffungskosten schätzt er auf 15.000 €. Für die Finanzierung könnte der Anhänger mit Werbung bestückt werden. Auf meine Nachfrage hin erklärte Bürgermeister Hans Schmid, dass ein Mitarbeiter des Bauhofes für die Betreuung des Fahrzeuges eingesetzt werden müsste.

Für den Wochenmarkt, der jeden Donnerstag guten Zuspruch findet, hat noch keine offizielle Einweihung stattgefunden. Steffi Goß schlägt vor, statt einer Großveranstaltung einen Marktmonat auszurufen, bei dem jeden Donnerstag besondere Aktionen stattfinden. Weiter soll die Beschilderung dauerhaft stehen. Ich habe meinen Wunsch auf mehr Aufenthaltsqualität am Marktplatz ausgedrückt und bin einmal mehr auf das ISEK verwiesen worden, das zu einer Neugestaltung des Marktplatzes führen soll.

Kein Zunftbaum mehr

Erste Anfänge sind dennoch zu beobachten: Der OGV hat den Bereich um den (nicht vorhandenen) Zunftbaum mit Steinen gestaltet. Im Ausschuss sprach man sich gegen einen neuen Zunftbaum aus. Uwe Stöbl regte an, eine andere Verwendung für die Schilder zu suchen. Aus dem Bauhof kam außerdem der Vorschlag für eine neue Dekobeleuchtung von Straßenlaternen im Winter, die man selbst bauen wolle.

Ein großes Thema ist mittlerweile die Zukunft der Gemeindebücherei. Steffi Goß berichtete von einer Besprechung mit einer Vertreterin der Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen, Frau Doris Glonegger. Dieses habe ergeben, dass die gemeindebücherei für einen Ort wie Laaber deutlich zu klein sei, aber dennoch beeindruckende Entleihzahlen habe. Obwohl sich der Ausschuss bereits in seiner letzten Sitzung für den Verbleib an der Schule ausgesprochen hat, gab Bürgermeister Schmid zu bedenken, dass bei einem Umzug in den Ortskern erhebliche Fördermittel abgeschöpft werden könnten. Bei einer Erweiterung des Gebäudes an der Schule sei das nicht der Fall. Weiter führten Schmid und Goß aus, dass das Regalsystem gefahrenträchtig sei und daher erneuert werden müsse. Die Kosten werden wohl im fünfstelligen Bereich liegen. Die guten Entleihzahlen seien dem Engagement der Mitarbeiter zu verdanken. Daher soll auch das Stundenmaß für die Arbeit in der Bücherei erhöht werden. In der nächsten Marktratssitzung soll Frau Glonegger Gelegenheit bekommen, ihre Stellungnahme vorzustellen.

Handy-App für Laaberer Bürger

Das Mitteilungsblatt muß in Zukunft aufgrund rechtlicher Bestimmungen auf mehrere Dienstleistungen verzichten. Deshalb stellte Bürgermeister Schmid eine App vor, die der Markt für seine Bürger zur Verfügung stellen könnte. In dieser App könnten sich die Vereine präsentieren, es wären Kleinanzeigen möglich und es könnten sich Kommunikationsgruppen bilden, ohne dass sie von Werbung bombadiert werden. Diese App soll hauptsächlich von Bürgern des Marktes (bzw. der Verwaltungsgemeinschaft) genutzt werden können. Der Markt Painten hat die App bereits im Herbst eingeführt und hat sehr positive Erfahrungen gemacht. Für die Bereitstellung der App müsste der Markt bei der entsprechenden Firma Gebühren bezahlen. Im Ausschuss stand man der Idee sehr aufgeschlossen gegenüber.