Der Radweg zur Tankstelle bei der Autobahn soll auf der anderen Seite der Autobahn bis zum Edeka in Laaber weitergeführt werden. Aufn.: Hans-Jürgen Gibis

28.02.2021
Markt Laaber will Radwegenetz ausbauen

Ein persönlicher Bericht von Hans-Jürgen Gibis.

Laaber. Im Bau- und Umweltausschuss beschäftigten sich die Ausschussmitglieder mit zahlreichen kleineren Entscheidungen. Unter anderem zeigte Bürgermeister Hans Schmid eine Entwursplanung für einen Fahrradweg von der Autobahnbrücke bei Hinterzhof bis zum Edeka-Markt in Laaber. Größtes Problem bisher: Auf öffentlichen Grund müsste man den Wassergraben überbauen. Rückt man weiter weg von der Straße müsste man Grund erwerben. Daher soll zunächst geklärt werden, ob ein Bau auf öffentlichen Grund möglich wäre.

Zahlreiche Bauanträge musste der Bauausschuss behandeln. Für Diskussionen sorgte eine Anfrage vom Schäfer, der in Oberedlhausen einen Schafstall hat. Er möchte daneben auch ein Wohnhaus bauen. Bürgermeister Hans Schmid gab zu bedenken, dass sich das Vorhaben im Außenbereich befinde, die Entwässerung nicht geklärt sei und das Haus mit dem Lärm der Bahn leben müsste. Außerdem habe es in der Vergangenheit immer wieder Beschwerden in Edlhausen gegeben, weil die Hundehaltung beim Stall für Lärmbelästigungen sorgte.

Max Kolb erläuterte, dass die Probleme bereits jetzt bestünden und mit einem Wohnhaus daneben eher besser werden könnten. Er erinnerte, dass wir für die Pflege der Magerrasenflächen auf den Schäfer angewiesen seien. Problematisch sei lediglich die Zufahrt vor allem während einer Bauphase. Auf Nachfrage erläuterte Schmid, dass im Außenbereich das Landratsamt ohne Zustimmung der Kommune keine Genehmigung erteile. Er könne sich einen Bau unter Auflagen vorstellen. Er werde ein Gespräch mit den Bauwerbern führen.

Nachdem der Markt in Endorf ein Grundstück für den Bau eines Feuerwehrhauses erworben hat, soll auch der Spielplatz auf dieses Grundstück verlegt werden. Nachdem ohnehin neue Spielgeräte angeschafft werden müssen, sei der Zeitpunkt für den Umzug günstig. Laut Markträtin Steffi Goß begrüßen auch die Eltern der Kinder, die den Spielplatz nutzen, den Umzug. Auf dem Grundstück neben der Kirche, wo bisher der Spielplatz lag, sollen laut Schmid zwei Bauplätze entstehen. Bei der Gelegenheit teilte Schmid auch mit, dass für das Baugebiet mit 10 Plätzen etwa 60 Bewerbungen vorliegen von denen mehr aus 30 aus dem Markt Laaber kommen.

Ein weiteres Mal musste sich der Bauausschuss mit einer Anfrage von Anwohner des Rosenweges beschäftigen. Diese wünschen, dass Auf der Schloßbreite ein Grünstreifen zu einem Mehrzweckstreifen umzugestalten, damit dort geparkt werden kann. Hans Gleixner schätzte die Baukosten auf etwa 5.000 € und Eva Kuttenberger ergänzte, dass das Gelände zur Gartenmauer der Anwohner hin ansteigt. Gleixner ergänzte, dass auch die Straßenlampe versetzt werden müsste. Hans Schmid berichtete von einer Unterschriftenliste, allerdings seien die unmittelbar betroffenen Nachbarn gar nicht gefragt worden. Hans Gleixner ergänzte, dass die Anwohner eigentlich auf ihrem eigenen Grund für Stellplätze sorgen müssten. Der Bauausschuss will die Frage bei einer Ortsbegehung klären.

Die Betriebskostenabrechnung des Kindergartens Waldetzenberg weist für 2019 ein Defizit von etwa 20.000 € aus. Dort werden 50 Kinder aus dem Bereich des Marktes Laaber und 13 Kinder aus der Gemeinde Deuerling betreut.

In Polzhausen soll für ein Grundstück im Hofstattweg ein Bebauungsplan erstellt werden. Damit würde eine Baulücke geschlossen. Für die Erschließung müsste ein Vertrag mit den Bauwerbern geschlossen werden. Der Bauausschuss befürwortete die Erstellung eines Bebauungsplanes.

Bürgermeister Hans Schmid berichtete, dass sich der Markt an einer Bündelausschreibung für den Strombezug beteiligen kann. Der bestehende Vertrag läuft Ende 2022 aus. Die Bündelausschreibung bezieht sich auf die Jahre 2023 bis 2025. Marktrat Rudi Straubinger machte sich für den Bezug von Ökostrom stark. Die Mehrkosten seien überschaubar und der Markt habe hier eine Vorbildfunktion. Er überzeugte den Ausschuss, sich der Ausschreibung für Ökostrom anzuschließen.

Der SC Endorf plant mehrere Investitionen am Sportplatz. Eine Flutlichtanlage, eine Beregnungsanlage und ein Ballfangzaun sollen den Platz attraktiver machen. Für die geschätzen Baukosten von über 70.000 € erwartet der Verein etwa 45.000 € Zuschuss. Nachdem die Zuschüsse allerdings meist zeitverzögert ausgezahlt werden, stimmte der Bauausschuss einer Zwischenfinanzierung der Maßnahme durch den Markt zu.

Bürgermeister Hans Schmid informierte, dass das Rathaus Laaber einen Glasfaseranschluss für das Internet im Rahmen der Ausbaumaßnahme in der Augasse bekommen wird. Anbieter wird R-Kom mit einer Bandbreite von 1 GBit sein.

Gleich mehrere Anfragen hatte Steffi Goß. Sie bat, wegen der Barrierefreiheit der Bahnsteige in Laaber aktiv zu werden. Die Auftaktsitzung für die Überwachung des ruhenden Verkehrs durch den Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung lässt weiter auf sich warten. Laut Schmid würden wegen Corona keine Präsenztermine wahrgenommen. Daher werde der Termin nicht vor März zustande kommen. Weiter wollte Goß wissen, ab wann das Funktionshaus auf der Mühlwiese wieder benutzt werden kann. Hans Gleixner erläuterte als beauftragter Planer, dass im März der Fliesenleger erwartet werde. Er rechne damit, dass ab Mitte April die öffentlichen Toiletten wieder zur Verfügung stehen.

Klaus Meier erkundigte sich noch nach dem Radweg von Hinterzhof in Richtung Bergstetten entlang der Kreisstraße. Schmid erläuterte, dass das Projekt nach wie vor vom Landratsamt verfolgt werde. Allerdings gebe es im Bereich von Auto Koller ein Problem mit der Trassenführung.