Schulzentrum Laaber fotografiert von Hans-Jürgen Gibis

24.01.2021
Schulverband verabschiedet Haushalt

Ein persönlicher Bericht von Hans-Jürgen Gibis

Laaber. Damit die Mitgliedsgemeinden des Schulverbandes belastbare Zahlen für ihre Haushalte haben, verabschiedete der Schulverband seinen Haushalt heuer bereits im Januar. Dabei fallen Einnahmen und Ausgaben in Höhe von etwa einer Million Euro an.

Der Vorsitzende der Schulverbandsversammlung, Hans Schmid, stellte zunächst den Haushalt vor. Im Verwaltungshaushalt sieht er Einnahmen und Ausgaben in Höhe von etwa 650.000 € vor, im Vermögenshaushalt von 336.000 €. Für die Mitgliedsgemeinden ergibt sich ein ungedeckter Bedarf von etwa 500.000 €, der über die Umlagen auf die Gemeinden je nach Schülerzahl umgelegt wird. Pro Grundschüler muss jede Gemeinde etwa 1374 € Umlage zahlen, jeder Mittelschüler schlägt mit etwa 5159 € zu Buche. Das ergibt für den Markt Laaber insgesamt eine Umlage von etwa 313.000 €, die Gemeinde Brunn muss etwa 121.000 € berappen, die Gemeinde Deuerling etwa 67.000 € und die Stadt Hemau ist fein raus. Nachdem aus ihrem Gemeindegebiet derzeit kein Schüler in Laaber unterrichtet wird, muss Hemau keine Umlage bezahlen. Der gesamte Umlagebedarf ist im Vergleich zum Vorjahr lediglich um etwa 2 % gestiegen.

Von mir auf die technische Ausstattung der Klassenzimmer angesprochen, erläuterte Schulleiterin Vera Winkler-Theiß, dass alle Klassenzimmer mit einer einheitlichen technischen Ausstattung ausgerüstet wurden. Hans Schmid ergänzte, dass die Investitionen in den letzten Jahren mit Zuschüssen aus den Digitalpakt (etwa 145.000 €) und dem Digitalbudget (etwa 32.000 €) bezuschusst wurden und man den Zuschussrahmen bis zum letzen Euro ausgenutzt habe. Damit seien in den nächsten Jahren keine größeren Investitionen in diesem Bereich zu erwarten.

Rechnungsprüfung ohne Beanstandungen

Keine Beanstandungen ergab die Rechnungsprüfung, so dass der Entlastung des Vorsitzenden und der Verwaltung nichts entgegenstand. Weiter teilte Schmid mit, dass bis 31. Dezember ein Förderprogramm für die Erneuerung der Beleuchtung in Anspruch genommen werden könnte. Bis zur nächsten Sitzung der Versammlung soll das Einsparpotential ermittelt werden. Er rechnet mit Ausgaben von etwa 200.000 €. Man könne mit 35 % Zuschuss rechnen.

Die Sanierung der Mittelschule mit Mitteln des Kommunalen Investitionsprogramms Schulen ist weitgehend fertiggestellt, allerdings liege die Abrechnung noch nicht vor, da noch nicht alle Rechnung gestellt worden seien. Bisher habe man etwa 1,2 Millionen € bezahlt. Die Kostenschätzung von 1,27 Millionen werde man mit den noch ausstehenden Rechnung nicht ganz einhalten können. Im Anschluss zu Sitzung in der Mehrzweckhalle konnten die Teilnehmer die neu sanierten Umkleiden besichtigen. Ein Umkleide ist nun auch mit einem behindertengerechten WC ausgestattet.

Ein Vorfall in der Grundschule hat darauf aufmerksam gemacht, dass Schüler fremder Schulen am Busparkplatz auf Anschlussbusse warten müssen und in der dieser Zeit sich auch auf dem Schulgelände aufhalten. Ohne Ergebnis blieb die Diskussion, ob im Bereich des Busparkplatzes ein Bushäuschen oder ein Unterstand für diese Schüler geschaffen werden solle. Rektorin Winkler-Theiss betonte allerdings, dass sie gerne einen Aufenthalt dieser Schüler auf dem Schulgelände vermeiden würde.

Konkurrenz zwischen Hort und OGS

Auf die Konkurrenzsituation zwischen dem von der Kirchenstiftung betriebenen Hort und der neu geschaffenen OGS (Offene Ganztagesschule) wies ich auf Aufforderung durch den Vorsitzenden hin. Ich habe bereits beim Markt Laaber auch einen entsprechenden Antrag gestellt. Dabei stellt sich die Situation so dar, dass in der OGS die Eltern lediglich das Mittagessen bezahlen müssen. Während die Betreuung kostenlos fallen beim kirchlichen Hort hier monatliche Gebühren für die Eltern an. Mein Antrag zielte darauf hin, den Eltern eines Hortkindes einen Zuschuss zu ihren Gebühren zu gewähren, um den Unterschied zu den OGS-Kindern zu verkleinern. Hier zeigte sich die Versammlung eher verschlossen. Der sehr gute Ruf der Betreuung werde dafür sorgen, dass der Hort trotz des günstigeren Konkurrenzangebotes ausreichend ausgelastet sei - war zumindest die einhellige Meinung in der Versammlung. Vorsitzender Schmid betonte auch, dass der Hort sein Betreuungsangebot auch am Freitag und in den Ferien bereithalte, was die OGS nicht leisten könne.

Abschließend konnte der Vorsitzende Schmid noch der Rektorin Winkler-Theiss für alle Klassenzimmer CO2-Messgeräte übergeben, die für ausreichend gelüftete Klassenzimmer sorgen sollen.