13.10.2024
40 Jahre FW Laaber

Zahlreiche geladene Gäste und eine beachtliche Besetzung der Jungen Wilden, die mit bayerischer Blasmusik für Abwechslung im Programm sorgten, konnte der Vorsitzende der Freien Wähler Laaber, Simon Straubiner, im Sportheim begrüßen. An die Anfänge der Freien Wählergemeinschaft sollte Günter Gibis erinnern. Seinen Part musste allerdings wegen Erkrankung kurzfristig Rudolf Straubinger übernehmen. Er erinnerte an die Zeiten vor der Gründung, als Laaber wegen gerichtlicher Streitigkeiten der Markträte und des Bürgermeisters regelmäßig in der Lokalpresse stand. Um die Kommunalpolitik zu befrieden, trat man 1984 erstmals bei der Kommunalwahl an und ergatterte aus dem Stand der Sitze im Marktrat. Nachdem man 1989 mit Willi Hogger den Bürgermeistersessel besetzte, war das Ziel der Befriedung gelungen. Seit 1990 stellen die Freien Wähler immer ein Viertel der Markträte.

Auf die 24 Jahre als Bürgermeister des Marktes Laaber sollte Willi Hogger zurückblicken, der ebenfalls kurzfristig krankheitsbedingt ausfiel. Spontan sprang Josef Mirwald für ihn ein und erinnerte sich an die Anfangsjahre, als bei jeder Sitzung Leo Graß als Gstanzlsänger auftrat. In den Anfangsjahren veranstaltete man auch einen FWG-Ball, bei dem die damalige Landrats-Kandidatin Tanja Schweiger auch eine Gesangseinlage gab. Das herausragende Merkmal der Freien Wähler war nach Mirwalds Ansicht immer die hervorragende Kameradschaft unter ihren Mitgliedern.

Ebenfalls spontan erinnerte sich Karl Zott, wie es zur Gründung des Kreisverbandes kam. Gemeinsam mit Josef Bezold aus Beratzhausen und Leo Graß aus Obertraubling versuchte man die in vielen Gemeinden bereits erfolgreichen Freien Wähler an einen Tisch und auf eine Liste zu bringen. Auch hier konnte man beim ersten Anlauf fünf Vertreter in den Kreistag schicken. Josef Bezold brachte damals Tanja Schweiger als Landratskandidatin ins Gespräch. Er kritisierte, das unter der langen CSU-Vormacht im Kreistag Diskussionen einfach abgewürgt wurden, weil durch die Mehrheit der CSU das Abstimmungsergebnis ohnehin schon feststand.

Gemeinsam mit Kreisvorsitzenden Harald Stadler konnte Simon Straubinger anschließend acht Gründungsmitglieder ehren, die den Freien Wählern vierzig Jahre die Treue gehalten haben: Karl-Heinz Brunner, Hans Eibl, Günter Gibis, Christine Mirwald, Josef Mirwald, Rudolf Straubinger, Michael Vieracker und Karl Zott. Sie wurden mit einer Urkunde und einem kleinen Präsent ausgezeichnet.

Tobias Gotthardt betonte bei seiner kurzen Stippvisite den besonderen Stil der Freien Wähler. Man könne auf allen Ebenen unterschiedliche Meinungen zulassen. Für ihn finde die große Politik auf kommunaler Ebene statt, wo alle Entscheidungen die Bürger unmittelbar vor Ort beträfen. Etwas wehmütig zeigt sich Landrätin Tanja Schweiger - schließlich habe sie vor 16 Jahren ihr ersten Veranstaltungen auch in Laaber absolviert. Sie erinnerte an zahlreiche Gemeinschaftserfolge und dankte insbesondere dem früheren Laaberer Bürgermeister Willi Hogger für seine Unterstützung. Anschließend widmete sie sich dem Dauerthema der Asylantenunterbringung im Landkreis. Abschließend forderte sie die Anwesenden auf, die Ärmel hochzukrempeln und dabei auf ein vernünftiges Miteinander zu achten. Harald Stadler zitierte eines der Plakate aus der nebenbei laufenden Diashow: „Zum Glück gibt es die Freien Wähler“. Als Kraft der Mitte agiere man sachbezogen und ideologiefrei. „Die Demokratie braucht Leute, die mitmachen“, stellte Stadler fest und teilte einige persönliche Erfahrungen.

Den gemütlichen Teil untermalten Die Jungen Wilden aus’m Laabertal mit Blasmusik, nachdem sie zuvor schon das Programm mit einigen Stücken zwischendurch aufgelockert hatten. Nachdem alle Gründermütter und -väter eingeladen waren, konnte die Gäste in Erinnerungen schwelgen. Anregungen dazu gab es durch eine von Günter Gibis zusammengestellte Diashow mit Bildern aus den Anfangsjahren der Freien Wählergemeinschaft.