25.09.2025
Zu Gast in Endorf

Freie Wähler besuchen Endorf


Endorf. Sich vor Ort aus erster Hand zu informieren ist den Freien Wählern bereits seit 40 Jahren ein wichtiges Anliegen. Daher machten sich etwa zehn Mitglieder auf nach Endorf, um sich über den Stand der Innenrenovierung der Filialkirche zu informieren, den Kinderspielplatz zu begutachten und die Sommerstockbahn zu testen.

In der denkmalgeschützten Filialkirche wurde die Abordnung der Freien Wähler von Kirchenpfleger Andreas Butschan erwartet. Er erläuterte den mühsamen Weg zur Innenrenovierung. Diese hätte ursprünglich gleich nach der Außenrenovierung vor mehreren Jahren angepackt werden sollen, war aber dann schlicht und ergreifend zu teuer. In der Folge führten Risse in der Decke zur Sperrung der Kirche, so dass mehrere Jahre keine Gottesdienst stattfinden durften. Die heuer durchgeführten Untersuchungen ergaben jedoch, dass die Kirchenschale im Großen und Ganzen intakt ist. Mit dem Architekten hat man die am dringendsten notwendigen Arbeiten herausgearbeitet und einen Finanzierungsplan erstellt, der nun der Diözese vorgestellt wird. Teil des Finanzierungsplanes ist allerdings, dass die Endorfer etwa 10.000 € Spenden sammeln und Eigenleistung im Wert von etwa 15.000 € erbringen. Bei einer Besprechung in der Kirche haben sich bereits mehrere freiwillige Helfer gefunden, die diesen Teil in Angriff nehmen wollen.

Butschan betonte, dass die Zukunft der Filialkirchen – nicht nur in Endorf – in Zukunft ungewiß sei. Die Diözese konzentriere sich bei rückläufigen Gläubigenzahlen und damit auch Kirchensteuereinnahmen mit ihren Zuschüssen auf die Hauptgotteshäuser. Daher hoffe man, dass die Maßnahme in Endorf noch heuer von der Diözese genehmigt wird und man damit auf einen Zuschuss in Höhe von 45% hoffen könne. Einen Plan B habe man in der Kirchenverwaltung derzeit noch nicht, räumte Butschan ein. Sollte die Maßnahme nicht genehmigt werden, müsse man sich erneut mit den Architekten zusammensetzen und eine neue Lösung suchen.

Bereits vor Ort warfen die Gäste der FW auch gleich einen Blick auf den Friedhof. Butschan erläuterte, dass es derzeit in der Kirchverwaltung Bestrebungen geben, die Verwaltung des Friedhofes an den Markt Laaber zu übergeben. Allerdings sei man hier erst bei den ersten Schritten mit der Diözese, bevor man dem Markt einen entsprechenden Vertrag vorlegen könne. Eine noch ungelöste Aufgabe ist außerdem die Absturzsicherung für die denkmalgeschützte Friedhofsmauer und ein Tor für den bei der Außenrenovierung geschaffenen Durchbruch in der Mauer. Aber im Moment konzentriere man sich auf die Innenrenovierung betonte Butschan.

Anschließend zog die Gruppe weiter zum Kinderspielplatz um anschließend sich vom stellvertretenden Abteilungsleiter der Stockschützen des SC Endorf, Jürgen Birnthaler, in die Geheimnisse des Stockschießens einweihen zu lassen. Dabei durften die Gäste natürlich selbst Hand anlegen und nach manchem Missgeschick zu Beginn sahen die Schübe nach einer halben Stunde schon geschmeidiger aus – manch einer hat auch gleich Blut geleckt und überlegt, auch mal zum Training der Stockschützen zu erscheinen. Aber schließlich musste man den doch schon fast winterlichen Temperaturen Tribut zollen und zog sich daher ins Gasthaus Haller zu einer Abschlussbesprechung zurück.

Die Freien Wähler Laaber bedanken sich herzlich für die Gastfreundschaft und die zahlreichen Anregungen aus Endorf. Solche Dorfgespräche zeigen, wie wichtig der direkte Kontakt ist, um Politik nah an den Menschen zu gestalten.